Pfarrverband Amerang
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Heiter und auch emotional ging es beim 50-jährigen Priesterjubiläum von Prälat Peter Neuhauser zu – wie so oft bei dem beliebten Seelsorger. Sichtlich gerührt über die große Wertschätzung, freute er sich, dass er sein Priesterjubiläum vor einer so einmaligen Kulisse in der freien Natur feiern könne und gedachte dabei besonders seiner verstorbenen Familienmitglieder und seiner langjährigen Hausfrau Paula Bruckbauer.  Die Wurzeln in der Familie und im Dorf seien für ihn entscheidend gewesen, um ein zufriedener Mensch zu werden. Seinen Entschluss Priester zu werden, habe er nie bereut.

 

Weit über 1000 Besucher und viele Wegbegleiter waren gekommen, um mit dem hochdekorierten und allseits geschätzten Ruhestandspfarrer am Freiluftaltar auf dem Birner Berg einen Dankgottesdienst zu feiern. Die Chöre es Pfarrverbands und der Cantamus Chor hatten, unter der Leitung von Nadja Stübl, gemeinsam mit der Ameranger Dorfmusi die musikalische Gestaltung übernommen und dabei mit neuer geistlicher Kirchenmusik aus der Messe von Gerhard Fischer oder Liedern von John Rutter  flotte Töne angeschlagen. Neuhauser mag,  wenn sich was rührt, ist aus Chorkreisen zu vernehmen. Die Musik habe er selbst mitausgesucht.

 

 

 

„Menschenskind, da habt’s a Glück g‘habt“, fand Generalvikar Prof. Dr. Dr. Peter Behr in seiner Festpredigt. Der Vertreter des Erzbischofs ist ein Freund und langjähriger Wegbegleiter. Er stellte fest, dass Neuhauser die Menschen seit 50 Jahren an seiner Vorstellung von Gott teilhaben lasse. Mit tiefer Überzeugung trete er für seine Vorstellungen von Kirche ein und das mache ihn so glaubwürdig. Und der Hochwürden hat eine klare Vorstellung davon, wie lang ein Gottesdienst dauern soll. „Eine Stunde, passt“, stellte er nach einem kurzen Blick auf die Uhr fest, ehe sich der gut ein Kilometer lange Festzug auf den Weg zum Kirchensurer Festzelt machte, wo das Priesterjubiläum mit dem Pfarrfest recht unterhaltsam weitergefeiert wurde.

 

 

 

 

 

„Das schönste Denkmal für Peter Neuhauser steht im Herzen seiner Mitmenschen und Wegbegleiter, betonte Bürgermeister Gust Voit. Der Prälat sei nicht umsonst Ehrenbürger der Gemeinde Amerang und Aushängeschild weit über die Gemeindegrenzen hinaus. Die Wertschätzung im Ort sei wieder einmal bei der Ausrichtung des Priesterjubiläums spürbar. Die Surer hätten den Ehrentag grandios gestaltet und es passiere wohl nicht alle Tage, dass es ein Priester  beim 50-jährigen Jubiläum schaffe, mit seinen Gratulanten ein ganzes Bierzelt zu füllen. Neuhausers segensreiches Wirken und Schaffen sei mit hochrangigen Auszeichnungen belegt, doch das Leben  solle nicht nur nach Taten bewertet werden, sagte der Ameranger Bürgermeister. Neuhauser schaffe es, mit seinem tiefen Glauben und innerer Überzeugung zu begeistern und „seine Predigten haben sich gewaschen“. Er trete konsequent für Fortschritt und Öffnung in der Kirche ein und rücke sich als Person nicht so in den Vordergrund. Wichtiger sei ihm da schon die Menschen und sein Heimatort, über den er, auch Jahrzehnte nach der Eingemeindung, noch von seiner „Gemeinde Kirchensur“ spreche, stellte Voit augenzwinkernd fest.

 

 

 

Dr. Elfriede Schießleder, die Vorsitzende des Landesverbandes Bayern, des Katholischen Deutschen Frauenbundes freute sich, dass Neuhauser als geistlicher Beirat des Landesverbandes sein vielseitiges, arbeitsreiches Leben noch toppen könne. Der Prälat stelle sich  Herausforderungen, laufe nie davon  und markiere nie den starken Mann.

 

Rosmarie Stübl dankte im Namen des Pfarrverbands und überreicht die neueste Ausgabe des Pfarrbriefs, in dem über die tiefe Verbindung Neuhausers zu seiner Urgroßmutter zu lesen ist. Sie zitierte einen Ausspruch des Jubilars, der dessen Überzeugung auf den Punkt bringe: „A Christ muss tatkräftig, offen und frei sein im Denken, gläubig aber nicht frömmelnd“. Dekan Josef Reindl dankte Peter Neuhauser für seine tatkräftige Unterstützung im Pfarrverband und für dessen Freundschaft. „Du bist schwer zu erreichen, aber wenn man dich erwischt, dann sagst ja“.

 

Der Vorsitzende der freiwilligen Feuerwehr Kirchensur Philipp Lamprecht dankte dem Schirmherrn der Festwoche dafür, dass er diese Aufgabe angenommen und so prima ausgeübt habe. Getreu den gern genommenen Schlussworten des Prälaten „gehet hin in Frieden oder bleibt´s no a wengal da“ schenkten ihm die Feuerwehrler eine gemütliche Runde bei ihm in seinem „Sachl“. Die Kirchenverwaltung schenkte eine gemeinsame Bergwanderung auf den Petersberg, der Kirchensurer Frauenchor und die Ministranten widmete dem Jubilar ein Lied und auch die Surer Schützen überreichten ein Präsent und freuten sich: „ Schön dass du da bist. Du bist ein Kirchensurer, do bist du dahoam“. 

 

Christl Auer