Pfarrverband Amerang
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Als 2006 Prälat Neuhauser das 40 jährige Priesterjubiläum feierte, konnten die Kirchensurer stolz eine neu renovierte Kirche präsentieren. Was noch fehlte, war ein neuer Altar. Aber das war ein weiterer Kraftakt, der für eine kleine Filialgemeinde nicht in einem Zug zu stemmen ist. Im letzten Jahr faßte nun die Kirchenverwaltung den Beschluss, die liturgische Ausstattung zu erneuern. Herr Matthias Larasser-Bergmeister von der Kunstschmiede Bergmeister aus Ebersberg bekam den Auftrag einen Entwurf für Altar, Ambo, Taufbecken und Osterkerzenständer vorzulegen. Diesem wurde zugestimmt. Anfang Mai wurde nun der neue Altar in der Kirchensurer Kirche aufgebaut. Am Sonntag, 8. Mai kam Weihbischof Bischof nach Kirchensur, um den neuen Altar einzuweihen.

Bei strahlendem Sonnenschein zogen die Kirchensurer, begleitet von den Fahnenabordnungen der örtlichen Vereine, mit dem Bischof zur Kirche. Beim feierlichen Einzug trug Prälat Neuhauser die Reliquien vom seligen Pater Rupert Mayer mit.

Pfarrer Reindl begrüßte die Gläubigen. Er freute sich, dass nun mit der Erneuerung der liturgischen Ausstattung die Renovierung der Kirche endgültig abgeschlossen werden kann.

Zu Beginn der Feier segnete der Weihbischof die neue Taufschale und das Wasser. Nach der Tauferneuerung weihte der Bischof den Ambo und überreichte das Lektionar an Hermann Hochreiter, der die erste Lesung vom neuen Ambo vortrug.

In seiner Predigt beglückwünschte der Bischof die Kirchensurer zu ihrer wunderschönen Kirche und den Zusammenhalt und die Unterstützung bei der Renovierung der Kirche. Er griff die Gedanken des Künstlers bei der Gestaltung der liturgischen Ausstattung auf. Der Ambo steht auf drei Säulen, die auf die göttliche Dreifaltigkeit hinweisen. Von dort soll das Wort Gottes verkündet werden.

Der Altarplatte in Form einer Elypse ruht auf 12 konisch geschmiedeten Rechtecksäulen die sich oben aufspalten und auf vielen aufkragenden Streben die Altarplatte tragen. Sie symbolisieren die zwölf Apostel, einer davon ist der Kirchenpatron St. Bartholomäus. Die Abbilder der zwölf Apostel sind auch an der Emporenbrüstung zu finden. Gedeutet auf die mathematische Gesetzmäßigkeit einer Elypse läßt sich das Sinnbild des Altares so deuten: Die zwölf Apostel trugen die frohe Botschaft hinaus in die Welt und verbreiteten sie. Jetzt ruht sie auf vielen Schultern und bildet die Basis für einen engen, fruchtbaren und aufgeschlossenen Dialog zwischen den beiden Brennpunkten, dem göttlichen Vollkommenen und dem Menschen in seiner Unvollkommenheit.

Der Osterleuchter mit seinen sieben Streben weist auf die heilige Zahl sieben, z.B. die sieben Sakramente hin.

 

 

Nach der Predigt und der Heiligen Litanei hoben vier Männer die Kalksteinplatte ab. Nun wurden sehr schön die Bronzestreben sichtbar, deren Mitte das vergoldete Spekulum, das die Reliquien beherbergt, bildet. Prälat Neuhauser übergab dem Bischof die versiegelte Kapsel mit den Reliquien des seligen Pater Rupert Mayer. Der Bischof bezeichnete Pater Rupert Mayer als den Heiligen der Caritas. Er bat die Kinder zu sich, dass sie aus der Nähe sehen können, was geschieht. Der kleine Martin durfte nun mithelfen, die Kapsel in das Reliquengrab einzulegen. Danach wurde die Altarplatte wieder aufgelegt und mit Weihwasser gesegnet. Sehr eindrucksvoll war die Salbung mit Chrisamöl, das die helle Altarplatte in einem zarten Grün schimmern ließ. Danach verteilte der Bischof 5 Dochtkreuze, die er mit einer gehörigen Portion Weihrauch belegte auf dem Altar und zündete die Kreuze an. Während die fünf Feuer brannten und der Weihrauch emporstieg, sprach der Bischof das Weihegebet. Danach wurde der Altar gereinigt und gedeckt. An der Osterkerze wurden die Altarkerzen entzündet.

 

 

 

 

In Konzelebration mit dem Bischof feierten nun Pfarrer Reindl und Prälat Neuhauser die ersten Eucharistie am neu geweihten Altar. Vor dem Ponitifikalsegen bedankte sich der Bischof bei allen, die dazu beigetragen haben, dass dieser Tag gefeiert werden konnte. Danach überreichte er die Weiheurkunde an Pfarrer Reindl. Mit einem Ave Maria beendete der Chor den festlichen Gottesdienst.

 

Die gesamte liturgische Neuausstattung kostet 47 500 €. Die Hälfte dieser Kosten übernimmt das erzbischöfliche Ordinariat München und Freising. Hinzu kommen noch mehrere Tausend Euro für die Erneuerung der Beleuchtung in der Kirche. Die Gemeinde Amerang hat einen Zuschuss in Höhe von 5 v. H. der Gesamtkosten zugesagt. Wir freuen uns auch über Spenden zur Anschaffung des neuen Altares. Diese können auf das Konto der Kirchenstiftung Kirchensur bei der VR Bank überwiesen werden (IBAN: DE34 7116 0000 0004 8405 18) oder können auch bei Sebastian Stadler oder Agnes Weinmann abgegeben werden. Auf Wunsch stellen wir gerne auch eine Spendenquittung aus.

 

Die Kirchenverwaltung Kirchensur